Hl. Augustinus

Wir glauben an Jesus Christus!

Die Kirchenväter haben uns Schätze hinterlassen, die wir nur wenig würdigen und beherzigen, geschweige denn nützen. Der Hl. Augustinus hat in seinen Schriften den Priestern und auch uns etwas mitgegeben, das die Opferbeziehung zwischen Christus, dem Priester und den Gläubigen herausstellt. So sagt er:

„… Und deswegen sind wir Christen, weil jener Christus ist. Christus kommt von >chrisma<, das heißt von Salbung. Könige aber und Priester wurden gesalbt. Christus wurde zum König und zum Priester gesalbt. Als König kämpfte er für uns, als Priester brachte er sich für uns dar. Als er für uns kämpfte, wurde er anscheinend besiegt, in Wirklichkeit jedoch siegte er. Denn er wurde gekreuzigt und von dem Kreuz aus, an das er geheftet war, tötete er den Teufel. Von daher ist er unser König. Wieso aber ist er Priester? Weil er sich für uns hingegeben hat. Gebt einem Priester, was er darbringen soll! Wie könnte ein Mensch ein reines Opfer finden, das er darbringen könnte? Was für ein Opfer? Was an Reinem kann der Sünder darbringen? O, du Ungerechter und Gottloser! Was immer du darbringst, ist unrein. Und es ist doch etwas Reines für dich darzubringen. Suche bei dir, was du darbringst, du wirst es nicht finden. Suche aus dir, was du darbringst. Gott hat keine Freude an Widdern und Hirschen und Stieren. Alles gehört ihm, auch wenn du es nicht darbringst. Bringe ihm also ein reines Opfer dar. Doch du bist ein Sünder, du bist gottlos, du hast ein beflecktes Gewissen. Du wirst vielleicht einmal etwas Reines darbringen können, wenn du rein geworden bist. Doch, um rein zu werden, muss für dich etwas dargebracht werden. Was also wirst du für dich darbringen, damit du rein wirst? Wenn du dann rein bist, wirst du darbringen und rein machen. Das ist es, was Christus getan hat. Nichts Reines fand er bei den Menschen, was er für die Menschen darbringen konnte. Er brachte sich selber als reines Opfer dar. Glückseliges Opfer, wahres Opfer, unversehrte Opfergabe! Er brachte also nicht dar, was wir ihm gegeben haben, nein, er brachte dar, was er von uns angenommen hat und er brachte es rein dar. Fleisch hat er nämlich von uns angenommen. Doch von wo nahm er es an? Aus dem Schoß der Jungfrau Maria, damit er für die Unreinen reines Fleisch darbrachte. Ja, er ist König, ja er ist Priester, freuen wir uns in ihm…..“ (S. 135-136, Augustinus Auslese – Texte zum Glaubensbekenntnis, H. J. Sieben, Verlag Schöningh)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s