Benedikt als Verfasser einer Regel für Mönche

Wirklich eine Regel „nur“ für Mönche? Heute habe ich mich als Oblatin mit diesen Sätzen beschäftigt, denn ich merke immer wieder, wie sehr ich doch meiner versprochenen Suche im Wege stehe und sie nicht umsetze.

Im Buch von P. Benedikt Probst OSB „Benedikt von Nursia“ werden die Dialoge von Gregor dem Großen zitiert und in Verbindung zur Regel Benedikts gesetzt. So steht zu dem Thema Benedikt als Verfasser einer Regel für Mönche aus den Dialogen 2,36:

„Es ist wichtig, zu wissen, dass der Mann Gottes nichts nur durch so viele Wunder überall hervortrat, sondern nicht weniger durch das Wort seiner geistlichen Gelehrsamkeit. Er hat eine Regel für Mönche verfasst, die sich von den anderen Mönchsregeln unterscheidet durch ihre sachlich treffende Darstellung und die Art und Weise, wie sie im wissen um letzte Seins- und Sinnzusammenhänge Grundentscheidungen trifft, die auch in außergewöhnlichen Fällen das Rechte tun lassen in der „Unterscheidung der Geister“ und in weiser Maßhaltung. Wer Benedikts monastische Leitlinien und Lebensweise genauer kennen lernen will, kann in der Regel alle geistlichen Beweggründe des Meisters finden: Denn der Heilige lehrte nicht anders als er lebte.“

Aus der Regel: 3,11 „Der Abt handle in Gottesfurcht, unter Beachtung der Regel. Darüber wird er vor Gott Rechenschaft geben müssen.“ 3,7-8 „Allen ist in allem die Regel RICHTSCHNUR. Keiner weiche leichtfertig von der Regel ab. Keiner im Kloster folge dem eigenen Sinn.“ 1,13 „Gehen wir besser daran, mit Gottes Hilfe den Mönchen, die im Kloster unter Regel und Abt leben wollen, eine rechte Ordnung vorzulegen.“ 73,1 „Diese Regel haben wir abgefasst, damit durch ihre Beobachtung der Weg zum MÖNCHWERDEN und der Anfang eines klösterlichen Lebens möglich sind.“ 58,10 „Man sage dazu: ‚Das nun ist unsere Weise, den guten KAMPF zu kämpfen. Kannst du unsere Regel befolgen,  dann komm. Kannst du es nicht, – dann geh.'“ 66,8 „Diese unsere REGEL soll in der Klostergemeinde immer wieder vorgelesen werden, damit sich niemand mit ‚Unkenntnis‘ entschuldigen kann.“ 73,8-9 „Du nun hast dir vorgenommen, zum himmlischen Vaterland zu eilen, in der Art und Weise eines Mönchs. erwirkliche zunächst mit Hilfe des Herrn diese bescheidene Regel, die wir für Anfänger geschrieben haben. Dann schreitest du fort zu tieferer EINSICHT in die Lehre und zu größerer Tugend. Das gebe Gott.“ 73,2-6 „Wer darüber hinaus zur Vollkommenheit klösterlichen Lebens drängt, der lese die Lehren der heiligen Mönchsväter. An sich genügt die Heilige Schrift als Richtschnur für das menschliche Leben. Weiter geben Maßstäbe die Lehren der Kirchenväter und die Werke über die alten Mönche, samt den Regeln, die unser heiliger Vater Basilius der Große den Mönchen im Osten gegeben hat. Allda steht geschrieben, was ein Mönch tun muss, der recht leben und gehorsam sein will.“

Es ist etwas, dem ich auch entsprechen möchte. Zu Beginn wird von der geistlichen Gelehrsamkeit Benedikts gesprochen. Diese Gelehrsamkeit möchte ich … auf der Suche nach dem richtigen Verb bin ich bei „einverleiben“ hängen geblieben. Ich möchte es wirklich aufnehmen, durchkauen und verdauen. Als Rezept steht dort die „Unterscheidung der Geister“. Ohne den Geist geht gar nichts, absolut nichts. Dafür kann ich nur offen sein. Die Unterscheidung der Geister ist immer wieder eine große Herausforderung, denn nur zu schnell lasse ich mich eher von meinen eigenen Gedanken und Wünschen leiten, als durch das Wort des Herrn. Denn die Regel, so habe ich es mittlerweile für mich wirklich festgestellt, basiert auf dem Wort des Herrn.

….. morgen geht’s weiter! 🙂

Hier ist des zweite Blogeintrag zu diesem Thema… eine echte Herausforderung für mich: Übung des Meister – Übung macht den Meister (zum Text).

 

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