Psalmen

Psalm – AS1

Möge der Herr mir mein Herz aus der Brust reißen und es verwerfen. Es leidet und ist zu nichts nütze. Was soll es, wenn es keinen Sinn hat? Eloi, Eloi, lama sabachtani …
Auf Dein Wort hin warf ich mich dem Herrn zu Füßen. Auf Dein Wort hin öffnete ich mein Herz und stieg mit empor. Auf Dein Wort hin wurde ich hörend. Doch bin ich taub. Doch bin ich ein Krüppel. Doch bin ich weniger wert als die Hunde, die vom Tisch ihres Herrn die Reste erhalten. Ich rief bei Tag, ich rief bei Nacht und doch erhörte mich mein Gott nicht. Ich bat ihn, mich zu erlösen von diesem Schmerz. Ich bat ihn, Anteil zu haben am Miteinander. Erhört wurden andere. Doch wer bin ich? Ein Wurm und kein Mensch, der Leute Spott, vom Volk verachtet. Jesu nannte seine Jünger Freunde, doch wer nennt mich so, bin ich doch nichts wert? Was soll ich dann hier und wozu dient mein Dasein wem? Was ruft mich der Herr und führt zusammen, was er doch wieder trennt? Lobpreisen will ich den Herrn, doch verschlossen sind meine Lippen, meine Kehle ist trocken wie eine Scherbe, die Zunge klebt mir am Gaumen, ich liege im Staub des Todes. Wer hört mein Rufen, wenn nicht mein Gott? Doch bin ich geschaffen von Gott auf den Menschen hin. Alle sind gegangen. Er verlässt mich nicht. Ich werde sterben, doch er wird mich übergießen, er wird mich tränken und auferstehen lassen aus seinem Blute. Hinabsteigen werde ich und erhöht ruft er mich zu sich und gibt mir zu trinken.

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