Grundlagen

Für die Diskussion, ob der Priester nun zuerst kommuniziert oder mit den Kommunionhelfern gemeinsam hier einige Literaturhinweise:

– Missale Romanum Nr. 158 und ff. – bei Nr. 158 und Nr. 162 (2. Absatz) stehen besondere Hinweise darauf – dann noch Nr. 243-249 auch dort steht immer wieder „nach der Kommunion des Hauptzelebranten“ usw.

– In der Redemptionis sacramentum unter Kapitel 4, d. h. ab Nr. 80 – 107, hier besonders bei der Nr. 88 „also direkt nach der Kommunion des zelebrierenden Priesters“ und ab Nr. 97

Opfermahl – Missale von 1962
„Zunächst kommuniziert der Priester unter beiden Gestalten. Danach zeigt er den Gläubigen eine kleine Hostie und spricht die Einladung: „Seht das Lamm Gottes, …“ (Bis zur Missale-Reform von 1962 wurde für die Kommunion der Gläubigen an dieser Stelle der Ritus der Kommunionspendung außerhalb der Messfeier verwendet, d. h. vor dem „Ecce Agnus Dei …“ beteten die Ministranten noch einmal wie bereits im Stufengebet das Confiteor und der Priester sprach die allgemeine Absolutionsformel.) De facto wurde bis zur Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils in vielen Messfeiern (Hochamt, Begräbnis- und Trauungsmesse, …) den Gläubigen die Kommunion nicht ausgeteilt; die Austeilung erfolgte dann – wenn überhaupt – nach der Messfeier oder auch vorher in dem entsprechenden Ritus.“

Kommunion – Missale ab 1970
„Die Kommunion des Priesters und der Gläubigen wird eingeleitet durch die Einladung des Priesters: „Seht das Lamm Gottes, …“ Gemeinsam sprechen er und die Gläubigen: „Herr, ich bin nicht würdig, …“, danach kommunizieren zunächst der Priester und dann die Gläubigen. Die Kommunion der Gläubigen stellt sich rituell als Normalfall der Teilnahme an der Eucharistiefeier dar. Für die Kommunionspendung ist inzwischen neben der traditionellen Form, bei der den Gläubigen die Kommunion in den Mund gereicht wird, die bis ins 9. Jahrhundert übliche so genannte Handkommunion wieder zugelassen, bei der die Gläubigen die Hostie auf die Hand empfangen und dann selbst zum Mund führen. Zugleich wird es üblich, die Kommunion nicht nur kniend, sondern auch im Stehen zu empfangen. Mit der Erneuerung des Ritus wird auch die Kommunion unter beiden Gestalten zunächst für bestimmte Gruppen und Anlässe erlaubt. Diese Erlaubnisse werden ausgeweitet bis zum heutigen Stand, nach dem jeder Bischof überall dort diese Vollform zulassen kann, wo die Gefahr der Verunehrung ausgeschlossen ist.“

Eine Antwort zu Grundlagen

  1. Verena Maria schreibt:

    Danke, nun weiss ich , wo ich schauen kann, wenn ich das denn zum soundsovielten Male wieder nicht weiss 🙂

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