Ein Psalm für diesen Tag

Der dritten Psalm der Vesper zum Dienstag
Psalm 23,1-10

Der Herr ist König, * der starke Streiter, ihm gehört die Welt und ihr Reichtum!

1. Dem Herrn gehört die Erde und ihr ganzer Reichtum, * der Erdkreis und seine Bewohner.
2. Denn er hat sie auf die Meere gegründet * und über den Strömen befestigt.
3. Wer darf auf den Berg des Herrn hinaufziehn, * wer darf an seiner heiligen Stätte stehen?
4a. Wer seine Hand frei von Schuld hält * und ein lauteres Herz hat,
4b. wer sein Streben nicht auf Falsches richtet * und beim Schwören nicht betrügt.
5. Der wird Segen vom Herrn empfangen * und Gerechtigkeit von Gott, der ihn rettet.
6. Das ist das Geschlecht derer, die ihn suchen, * die nach deinem Angesicht verlangen, Gott Jakobs.
7. Werdet hoch, ihr Tore, + werde hoch, ihr ewigen Pforten, * dass Einzug halte der König der Herrlichkeit!
8. Wer ist denn der König der Herrlichkeit? + Der Herr, starkt und gewaltig, * der Herr, der gewaltige Streiter!
9. Werdet hoch, ihr Tore, + werdet hoch, ihr ewigen Pforten, * dass Einzug halte der König der Herrlichkeit!
10. Wer ist denn der König der Herrlichkeit? * Der Herr der Heerscharen, er ist der König der Herrlichkeit.

Der Herr ist König, der starke Streiter, ihm gehört die Welt und ihr Reichtum!

 

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Übung des Meisters – Übung macht den Meister

Dienstag, 21.07.2015 – die Fortsetzung vom Text gestern!

Um zur Einsicht zu gelangen und das Leben, das ich führen möchte, auf einen Weg zu bringen, habe ich die benediktinische Spiritualität gewählt. Der heilige Benedikt hat Regeln verfasst, von denen er selber sagt, dass es „bescheidene“ Regeln sind. Im Text gestern stand „Du nun hast dir vorgenommen, zum himmlischen Vaterland zu eilen, in der Art und Weise eines Mönchs. Verwirkliche zunächst it Hilfe des Herrn diese bescheidene Regel, die wir für Anfänger geschrieben haben. Dann schreitest du fort zu tieferer Einsicht in die Lehre und zu größerer Tugend. Das gebe Gott.“

Das hoffe ich doch, nur bescheiden oder gar für Anfänger finde ich die Regel nicht! Heute am 21. Juli ist die Regel vom Schweigen nach der Komplet geschrieben. Dieses Schweigen wollen wir jetzt auch immer konsequent bei den Bibelwochenenden im Kloster einhalten. Dort fällt mir das Schweigen leichter, als hier zu Hause. Was ich aber sehr wichtig finde ist, dass Benedikt sagt, dass das Schweigen im Einverständnis mit allen sei und alle sich daran halten. Hier zu Hause habe ich mich für heute Abend vom gemeinsamen Fernsehabend abgemeldet und mich in mein Arbeitszimmer zurückgezogen. Es ist nicht wirklich nur ein Arbeitszimmer, es ist mein Ort, an dem ich hier zu Hause mit Gott allein sein kann.  Ich kann diesen spirituellen Weg nur gehen, wenn meine Familie weiß, was es mir bedeutet und warum ich manche Dinge mache oder nicht mache. Diese Übungen des Meisters betreffen die Gemeinschaft und das gilt auch hier in meiner Klausur, in meiner Familie!
So höre ich heute auf die Worte des Meisters und übe mich in Schweigen.
Schweigen, keine Anfängerübung – eine Meisterübung!

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Ein Psalm für diesen Tag

Der Psalm 99 aus der Laudes des Morgenoffiziums von Montag hat mich heute den ganzen Tag begleitet sowie ein Vers aus dem anschließenden Hymnus:

Dient dem Herrn * mit Freude, kommt vor sein Antlitz mit Jubel!

1. Jauchzt dem Herrn zu, alle Länder der Erde!
2. Dient dem Herrn mit Freude! * Kommt vor sein Antlitz mit Jubel!
3. Erkennt: Der Herr allein ist Gott.. + Er hat uns geschaffen, wir sind sein Eigentum, * sein Volk, das er weidet.
4. Zieht mit Dankliedern ein durch seine Tore, + mit Lobgesang in die Vorhöfe seines Tempels! * Dankt ihm, preist seinen Namen!
5. Denn der Herr ist gut, und ewig währt seine Gnade, * seine Treue bis zu den fernsten Geschlechtern!

Dient dem Herrn mit Freude, kommt vor sein Antlitz mit Jubel!

„… Die Speise soll uns Christus sein, und unser Glaube sei der Trank, lasst froh uns trinken Gottes Geist, der uns betrunken nüchtern macht….“

 

 

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Eine Regel – eine Herausforderung

Heute habe ich mich mit der Regel Benedikts beschäftigt und bin bei einem Buch hängen geblieben, das mich immer wieder begleitet. So habe ich eine neue Seite „Nicht nur eine Regel“ (zur Seite) hier im Blog erstellt. Begonnen habe ich mit einem Text aus dem Buch „Benedikt von Nursia“ von P. Benedikt Probst OSB mit dem Thema „Benedikt als Verfasser einer Regel für Mönche“ (zum Text). Doch ist sie wirklich nur für Mönche? Für mich ist es ein Weg, den „guten Kampf“ zu kämpfen, von dem Paulus redet. Benedikts Beweggründe für die Regel? „Denn der Heilige lehrte nicht anders als er lebte.“ Ich frage mich, kann ich diese Regel leben?

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Die Entscheidung

Vor der Entscheidung
steht die Vergangenheit,
danach die Zukunft.
Die Vergangenheit bringt
Erfahrung,
die Zukunft Neues.
Dazwischen stehen wir mit der
Entscheidung.
Wir sehen zurück,
wir sehen nach vorn,
sind hin- und hergerissen.
Doch wo würden wir stehen,
wenn wir nur zurückschauen?
(A.Sundermann ©2006)

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Gottgeweiht

In der Hektik der Welt leben wie ein Mönch, wie in Klausur.

Nicht eingeschlossen von vier Mauern, sondern eingeschlossen in das Herz Gottes.

Ein gottgeweihter Mensch sein: nicht mehr sich selbst gehören, sondern Gott, ihm allein.

Alles tun, damit jedes Handeln geheiligt wird. All das, was Gott zulässt, auch die Leiden, als seinen Willen annehmen.

Eine Opfergabe sein, der Welt gestorben.

Auch als Laie innerlich wie ein Mönch sein, Gott geweiht, ein Werkzeug in seinen Händen, indem ich die evangelischen Räte der Armut, des Gehorsams und der Keuschheit meinem Stand entsprechend lebe.

(Igino Giordani Leben heißt Reifen, Verlag Neue Stadt)

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Traumjob gesucht!

Ich bin fast 50 Jahre alt, habe drei erwachsene Kinder, nach einigen geringfügige Beschäftigungen habe ich jetzt viele Jahre als Sekretärin gearbeitet. In den letzten Jahren habe ich zwei gute Stellen auf Grund von Einsparungen verloren. Jetzt arbeite ich als Schwangerschaftsvertretung in einem wirklich guten Job und jetzt muss ich mir wieder einen suchen. Ich hätte gern einen Traumjob, wo ich gern hinfahre, meine Kenntnisse einbringen kann und von Nutzen bin, viele nette Menschen sind und ich neue kennen lernen darf….. einfach ein Traumjob…. und am liebsten bei dem Arbeitgeber, bei dem ich jetzt arbeite. Es ist sehr aufregend und nervlich belastend. Wenn ich jünger wäre, würde es mir weniger ausmachen.

Schau’n wir mal was der Herr mit mir vorhat, wo er mich hinstellt und wo er mich haben will. Es dürfte nur bald mal eine Entscheidung fallen, was wird! Ich glaube, ich bin ungeduldig!

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Lang, lang ist’s her

, dass ich hier war. Wird wieder Zeit, aber die Arbeit war so viel, zu viel und hat mich wirklich in Beschlag genommen. Es wird Zeit für andere Dinge! Schau’n wir mal…..

„Ich bin wieder hier, in meinem Revier, war nie wirklich weg, hab‘ mich nur versteckt….“ 🙂

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Das Testament

Der alte Mann war Millionär. Sein unermesslicher Reichtum bestand in all seinen Originalen an Bildern und Skulpturen. Er war ein leidenschaftlicher Sammler gewesen und jetzt unermesslich reich. Es hätte alles so problemlos laufen können, wenn da nicht die Sache mit dem Sohn gewesen wäre. Dieser war in jungen Jahren tödlich verunglückt und hatte eine unausgefüllte Lücke im Leben des alten Mannes hinterlassen.

Als der Mann starb, hinterließ er ein Testament, das besagte, dass der ganze Besitz versteigert werden sollte, da er keine Erben hatte.
Die Händler, Kunstkenner und Millionäre kamen von überall her, um an der Versteigerung teilzunehmen. Der riesige Raum war brechend voll, denn alle wollten sich diese Gelegenheit, eins der Kunstwerke zu ersteigern, nicht entgehen lassen.

„Ehe die Versteigerung beginnt“, fing der Auktionator an, „wäre da noch eine Bedingung des Verstorbenen zu erfüllen, nämlich der erste Satz im Testament.“
Und während er das sagte, nahm er ein Bild des früh verstorbenen Sohnes aus seiner Mappe. „Dieses Bild muss zuerst versteigert werden.“ Natürlich war keiner der Anwesenden an diesem minderwertigen Bild von dem Sohn interessiert. Irgendein unbekannter Maler musste es vor Jahren angefertigt haben. Aber Testament ist nun einmal Testament und so beharrte der Auktionator auf seiner Forderung. Dann schließlich
erhob sich hinten in der Ecke der alte Butler des Millionärs und sagte: „Ich habe den Jungen gekannt, ich möchte das Bild gerne ersteigern.“ Da es keinerlei Konkurrenzangebote gab, erstand er das Bild für ein paar Dollar, also praktisch für nichts.

„Damit, meine Damen und Herren“, ließ der Auktionator sich wieder hören, „ist die Versteigerung beendet.“ Ein eisiges Schweigen legte sich über den Raum. „Beendet?“, hörte man eine Stimme. „Sie hat doch noch gar nicht richtig angefangen!“ „Meine Damen und Herren“, führ der Auktionator fort, „der zweite Satz im Testament des Verstorbenen lautet: Wer den Sohn hat, hat alles.“ Alles Klagen, Bedauern, Beschweren nützte nichts
mehr. Die Gelegenheit war endgültig verpasst. Trotzdem aber stand dieser Satz unerschütterlich im Raum: Wer den Sohn hat, hat alles.

Ein perfektes Beispiel für Gott und seine Liebe zu uns. Deshalb schickte er seinen Sohn mit dem Angebot auf diese Welt: Wer an den Sohn glaubt, der hat das Leben. Der hat alles.

 

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Das sollten Priester und Kirchenmusiker öfter machen

Auf zwei Minuten vom liturgischen Institut

Weil ein Gastchor die Gestaltung der Sonntagsmesse übernommen hat, feiert der Kirchenmusiker der Gemeinde im Kirchenschiff mit. Anschließend sagt er: „Eigentlich müsste jeder Kirchenmusiker zwei oder dreimal im Jahr auf diese Weise mitfeiern. So erlebt man Manches anders.“ Insbesondere der Antwortpsalm, den er selbst von der Orgel aus vorträgt, macht ihm Kopfzerbrechen. Denn in dieser Messe hat er davon kein Wort verstanden. Nun überlegt er, ob er dazu jeweils von der Empore herunter und zum Ambo gehen soll. Aber wie soll er anschließend das Halleluja ohne Orgel in seiner Fröhlichkeit entfalten? Er hat noch niemanden gefunden, der den Kantorendienst übernehmen würde. Auch über das Einspielen der Gesänge macht er sich Gedanken. Dabei fällt gerade bei ihm auf, mit welcher Sorgfalt und Fantasie er die Gemeinde zum Singen bringt. Dass der Gastorganist den Liedanzeiger nicht optimal zu bedienen wusste, macht dem Gemeindeorganisten deutlich, wie störend solche Nebensächlichkeiten sein können. Ebenso das kurze Suchen nach dem richtigen Register an einer Stelle. Es täte auch dem Priester gut, ab und zu in der eigenen Gemeinde (!) im Kirchenschiff mitzufeiern. Dann würde ihn wohl sicher der Klotz von einem Messbuch auf einem Ständer auf dem Altar stören und ebenso das leere Wasserkännchen und das Kelchvelum, die am Rand des Altares abgelegt sind. Vielleicht würde er sich auch fragen, ob er sich die Mappe mit dem Text der Einführung zu Beginn der Messe wirklich von einem Messdiener zum Lesen halten lassen oder ob er die paar Sätze nicht in Zukunft auswendig lernen soll. Und ob es gut ist, die Messdiener während der Schlussdoxologie des Hochgebets aufstehen und zu ihren Sitzen gehen zu lassen. Und er würde sehen, dass es seltsam wirkt, wenn er zum Friedensgruß den Altar mit dem in den Gestalten von Brot und Wein gegenwärtigen Herrn verlässt, um an den Sitzen mit den Messdienern den Friedensgruß zu tauschen. Wie der Kirchenmusiker hätte wohl auch der Priester, der im konkreten Fall sich offensichtlich und durchaus mit Erfolg um eine schöne Liturgie bemüht, wenn er sich selber sähe, Einiges zu überlegen und zu korrigieren, meint 
Ihr Eduard Nagel 

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